2. Wegepflege, Wegeunterhaltung, Wegeinstandsetzung

 

2.2 Übliche Wegebau-Steinmaterialien und -fraktionierungen
 

Präsentation:
HessenForst Technik


In Hessen werden zur Härtung bzw. Befestigung des Wegekörpers inklusive  der Fahrbahn von Forstwirtschaftswegen im Naturraum Wald ausschließlich  Natursteinmaterialien verwendet.
Seitenentnahme wird seit ca. 30 Jahren in Hessen nicht mehr praktiziert. Grundsätzlich eignen sich alle Gesteinsarten, die in den gewerblichen Steinbrü-
chen gewonnen werden, für den forstlichen Wegebau, soweit die bereitgestellten Körnungen folgende Eigenschaften erfüllen:
das Ausgangsmaterial muss frosthart sein und einen hohen Härtegrad gegen mechanische Beanspruchung aufweisen
die Einzelkörner müssen kubische Formen aufweisen und scharfkantig sein.


Die Mischung der Einzelkörner hat nach der Fullerparabel für STS (Schotter­Trag­Schicht) zu erfolgen (höherer Anteil des Feinkorns!).
Eine Kornverteilung für FSS (Frost­Schutz­Schicht) ist für den Einsatz beim Bau sand­wassergebundener Decken nur bedingt möglich, da dieses Material im Feinkornbereich „abgemagert“ bereitgestellt wird und somit eine  kapillarbrechende Wirkung erzeugt.
Der Einbau und die Verdichtung des (STS­)Steinmaterials haben (möglichst) bei einem optimalen Wassergehalt von 4,5 – 5,5% zu erfolgen.
Bei Beachtung und Umsetzung aller technischen Vorgaben erreicht man eine hohe Tragfähigkeit der sand­wassergebunden Decken.

 
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