2 mobiles Büro

2.1 Mobile Datenerfassung der Forsteinrichtung (MoFo) in Baden Württemberg

Das bisherige analoge Forsteinrichtungsverfahren in Baden Württemberg sollte in ein komplett digitales Verfahren zur Erfassung der Forsteinrichtungsdaten im Gelände überführt werden.
Die bisherigen Schnittstellen zwischen der analogen Datenerfassung im Wald und der darauffolgenden Digitalisierung der Sach- und Geodaten erforderten Doppelarbeit, welche einen deutlichen Bruch im Arbeitsablauf darstellte. Zudem war dieses Verfahren sehr zeitintensiv und fehlerträchtig.
Ein Hauptaugenmerk lag in der Qualitätsverbesserung der erfassten Daten, welche zu einer höheren Akzeptanz bei den örtlichen Revierleitern führte.
Der mobile Teil des Forsteinrichtungsverfahrens in Baden-Württemberg besteht aus zwei Komponenten. Einer für den Außendienst tauglichen Hardwareausstattung und einer möglichst einfach zu bedienende Fachsoftware.
Bei der Hardwareausstattungfiel die Wahl auf ein Tablet der Firma MotionComputing, welches ein vergleichsweise großes Display von 12,5 Zoll aufweist. Dies wurde sogar als wichtige Voraussetzung als Teil der Hardwareausschreibung definiert, da eine Hauptarbeit des Forsteinrichters die Bestandesabgrenzung darstellt.

Die Softwaresollte aus zwei Teilen bestehen und die analogen Erfassungsbelege, sowie die Arbeitskarten aus Papier ersetzen. Das Hauptaugenmerk lag bei der Konzeption der Sachdatenerfassung auf der Wiedererkennbarkeit der Eingabemasken aus dem datenführenden System Fokus2000. Durch die optischen Ähnlichkeiten der Programmoberflächen zwischen der bisherigen Serveranwendung und der neuen mobilen Softwarelösung, konnte die Einarbeitungszeit in die neue Software minimiert werden. Der Geodatenteil stellt eine Veränderung des bisherigen Verfahrens dar, welche vorher durch den Einrichter nur analog erledigt wurde. Zudem waren mehrere Korrekturläufe notwendig. Der Sach- und der Geodatenteil sind jeweils mit Plausibilitätsprüfungen ausgestattet, die es dem Einrichter bereits im Gelände ermöglichen, ihre bisher eingegebenen Daten auf Vollständigkeit zu
prüfen. Eine Herausforderung war es, die Plausibilitätsprüfungen so zu gestalten, dass der Forsteinrichter bei seiner Tätigkeit im Wald nicht im Arbeitsablauf behindert wird. Zudem stellt die Software dem Forsteinrichter ein Vielfaches mehr an Informationen bereit, als es vorher beim analogen Verfahren
der Fall gewesen wäre.

Forsteinrichtung früher und heute
 
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