3 Logistik

3.2 Nutzung von Harvester-Daten für die biometrische Modellbildung und Stoffhaushaltsberechnungen

Forstbetriebe erfassen bei Hiebsmaßnahmen im regulären Betrieb oftmals nur die vermessenen Sortimente. Eine Erfassung a priori des ausscheidenden Bestands wird nicht durchgeführt.

Dies wäre im Sinne der Nachhaltigkeit von Vorteil, denn mit Kenntnis des ausscheidenden Bestands ließen sich Kenngrößen zum Stoffhaushalt und den Ernteverlusten berechnen, aber auch (mit etwas Aufwand) der Stand einer Inventur fortschreiben. Der Begriff Nachhaltigkeit beschränkt sich dabei nicht nur auf den Naturalvorrat an Masse oder Volumen, sondern bezieht sich auch auf Nährstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium. Die Nutzung von nährstoffreichen Baumteilen (Äste, Kronen und kleinen Bäumen) im Kontext einer steigenden Nachfrage nach Biomasse geht mit einer hohen Nährstoffintensität einher und stellt hohe Ansprüche an die Nährstoffausstattung der Böden. Die Kenntnis der Nährstoffintensität hilft bei der Beurteilung von standörtlich angepassten Ernteverfahren.

Harvester werden zunehmend für die Erzeugung der Standardsortimente eingesetzt. Die im Harvesterkopf integrierte Messtechnik liefert baumweise Schaftkurven aus hoch aufgelösten Längen- und Durchmessermessungen, die zur Ableitung des ausscheidenden Bestandes und davon abgeleiteten Kenngrößen herangezogen werden können.

 
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